Was fehlt? Ein Ziel. Hat man ein Ziel, fängt man plötzlich an nach den verloren oder gar nicht vorhanden geglaubten Fähigkeiten zu suchen, man beginnt zu planen, man hat nun etwas, auf das man hinarbeiten kann. Und plötzlich gibt auch alles wieder einen Sinn, man weiß wieder warum man eigentlich tut, was man tut. Ob das Ziel nun eine neue Liebe, etwas, das man sich schon immer kaufen wollte oder einfach nur eine gute Figur für den Sommer ist, spielt dabei keine Rolle. Diese Motivation wirkt sich auf alles andere aus.
Man darf jedoch auch die Gefahr nicht aus dem Auge verlieren, dass es erstens anders und zweitens als man denkt kommt. Man kann einfach nicht jedes kleine Detail mit einplanen und wissen, was man genau erreicht. Der liebe Gott hat seinen Masterplan eben nicht veröffentlicht, auch wenn man ihn wirklich gerne mal sehen würde, vielleicht auch nur für einen kleinen Augenblick. Wichtig ist außerdem die eigene Hoffnung im Zaum zu halten. Man darf einfach nicht zu viel von der Realität verlangen. Aber behalten sollte man die Hoffnung immer, egal was passiert, da sie der entscheidende Faktor ist, der hinter der Motivation steht.
Man weiß wie gesagt leider nicht, was einem geschieht und wie sich das Leben für einen durch äußere Einflüsse entwickelt. Die meisten Kämpfe, die wir in unserem Leben führen, geben wir viel zu früh auf, sobald wir Steine in den Weg gelegt bekommen oder sie von Beginng an da waren und wir glauben keinen Weg um sie herum zu finden oder mit Geschick darüber zu steigen. Das beginnt schon in der Schule. Welches Kind fragt sich nicht, warum es eigentlich in die Schule geht und so viele Dinge lernen soll, die es für unsinnig, nicht wichtig oder sonst irgendwie unbrauchbar hält. Das man auch aus Dingen die einem banal erscheinen lernen kann, sehen die meisten von uns nicht.
Der Herr war so gütig und gab uns Phantasie und Vernunft. Die Phantasie hilft uns dabei auszumalen, was wir erreichen können, uns vorzustellen wie es uns geht, was mit uns geschieht, wenn wir etwas Bestimmtes erreichen. Die Vernunft hilft uns dabei diese Vorstellung an die uns umgebende Realität zu binden.
Eigentlich ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, was allein durch diese zwei Komponenten in einem Menschen ausgelöst werden kann.
Man darf also nicht aufgeben, ehe man es nicht wenigstens versucht hat. Man weiß nie, was das Leben für einen bereit hält. Und wenn ich nun noch an mich selber glaube, weiß, dass ich mich selber, wenn ich es wirklich will, zu Dingen bewegen kann, die ich nicht für möglich halte, dann steht mir eigentlich nichts mehr im Wege.


