Samstag

Phänomenal egal

Tja, so ist das wohl im Leben. An einem bestimmten Punkt ist einem plötzlich alles egal. Das liegt wohl daran, dass das Leben ohnehin weitergeht, vielleicht n bisschen anders als man denkt, aber wenn man gar nicht erst etwas großes erwartet, kann man eben auch nicht enttäuscht werden. Man lebt in den Tag hinhein, verliert den Sinn des Großen Ganzen aus den Augen; man ist, und das ist der entscheidende Punkt, motivationslos. Man sieht die eigenen Stärken nicht mehr, unterschätzt die eigenen Fähigkeiten und rückt sich selbst in ein Licht für das es sich nicht lohnt sich zu engagieren.
Was fehlt? Ein Ziel. Hat man ein Ziel, fängt man plötzlich an nach den verloren oder gar nicht vorhanden geglaubten Fähigkeiten zu suchen, man beginnt zu planen, man hat nun etwas, auf das man hinarbeiten kann. Und plötzlich gibt auch alles wieder einen Sinn, man weiß wieder warum man eigentlich tut, was man tut. Ob das Ziel nun eine neue Liebe, etwas, das man sich schon immer kaufen wollte oder einfach nur eine gute Figur für den Sommer ist, spielt dabei keine Rolle. Diese Motivation wirkt sich auf alles andere aus.
Man darf jedoch auch die Gefahr nicht aus dem Auge verlieren, dass es erstens anders und zweitens als man denkt kommt. Man kann einfach nicht jedes kleine Detail mit einplanen und wissen, was man genau erreicht. Der liebe Gott hat seinen Masterplan eben nicht veröffentlicht, auch wenn man ihn wirklich gerne mal sehen würde, vielleicht auch nur für einen kleinen Augenblick. Wichtig ist außerdem die eigene Hoffnung im Zaum zu halten. Man darf einfach nicht zu viel von der Realität verlangen. Aber behalten sollte man die Hoffnung immer, egal was passiert, da sie der entscheidende Faktor ist, der hinter der Motivation steht.
Man weiß wie gesagt leider nicht, was einem geschieht und wie sich das Leben für einen durch äußere Einflüsse entwickelt. Die meisten Kämpfe, die wir in unserem Leben führen, geben wir viel zu früh auf, sobald wir Steine in den Weg gelegt bekommen oder sie von Beginng an da waren und wir glauben keinen Weg um sie herum zu finden oder mit Geschick darüber zu steigen. Das beginnt schon in der Schule. Welches Kind fragt sich nicht, warum es eigentlich in die Schule geht und so viele Dinge lernen soll, die es für unsinnig, nicht wichtig oder sonst irgendwie unbrauchbar hält. Das man auch aus Dingen die einem banal erscheinen lernen kann, sehen die meisten von uns nicht.
Der Herr war so gütig und gab uns Phantasie und Vernunft. Die Phantasie hilft uns dabei auszumalen, was wir erreichen können, uns vorzustellen wie es uns geht, was mit uns geschieht, wenn wir etwas Bestimmtes erreichen. Die Vernunft hilft uns dabei diese Vorstellung an die uns umgebende Realität zu binden.
Eigentlich ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, was allein durch diese zwei Komponenten in einem Menschen ausgelöst werden kann.
Man darf also nicht aufgeben, ehe man es nicht wenigstens versucht hat. Man weiß nie, was das Leben für einen bereit hält. Und wenn ich nun noch an mich selber glaube, weiß, dass ich mich selber, wenn ich es wirklich will, zu Dingen bewegen kann, die ich nicht für möglich halte, dann steht mir eigentlich nichts mehr im Wege.

Dienstag

Way Back into Love

A Melody is like Sex. But then as you get to know the person, that's the lyrics, their story, who they are underneath.

"I've been living with a shadow overhead
I've been sleeping with a cloud above my bed
I've been lonely for so long
Trapped in the past, I just can't seem to move on

I've been hiding all my hopes and dreams away
Just in case I ever need em again someday
I've been setting aside time
To clear a little space in the corners of my mind
All I want to do is find a way back into love
I can't make it through without a way back into love
Oh oh oh

I've been watching but the stars refuse to shine
I've been searching but I just don't see the signs
I know that it's out there
There's got to be something for my soul somewhere
I've been looking for someone to shed some light
Not somebody just to get me through the night
I could use some direction
And I'm open to your suggestions

All I want to do is find a way back into love
I can't make it through without a way back into love
And if I open my heart again
I guess I'm hoping you'll be there for me in the end
There are moments when I don't know if it's real
Or if anybody feels the way I feel
I need inspiration 
Not just another negotiation

All I want to do is find a way back into love
I can't make it through without a way back into love

And if I open my heart to you
I'm hoping you'll show me what to do
And if you help me to start again
You know that I'll be there for you in the end"

Hugh Grant & Hayley Bennett

Donnerstag

I don't need proof


"Hey, could you stand another drink
I'm better when I don't think
Seems to get me through
Say, do you want to spin another line
Like we had a good time
Not that I need proof

Swell, we're living in a hotel
Someone's ringing my bell
In a room without a view
Hey, heard you read another book
Should I take another look

Who am I
without you..."
I Am Kloot

Dienstag

Common Room Party

Wie viele Menschen haben sich in Ihrer Phantasie schon diesen Ort vorgestellt: Ein Schloss, altertümlich, ohne aber das Alter genau benennen zu können, gewaltig, ohne aber bedrohlich zu wirken, versteckt in den dichten Wäldern Nordenglands. Die Dämmerung ist hereingebrochen, nach und nach zeichnet warmes Licht die Umrissse der Fenster nach, das sich im großen See zu Füßen des Schlosses spiegelt.

Den Freunden der Zauberlingseptologie von J.K. Rowling ist sofort klar: gemeint ist Hogwarts, der Traum eines jeden Schulkindes, das der Beengtheit der drögen Realität entfliehen will und sich nichts sehnlicher wünscht, als ans Feuer des Kamines im Kreise des Hauses-Gryffindor in einem der Türme dieses magischen Ortes zu entfliehen.

Woher J.K. Rowling dieses Bild der Geborgenheit nahm? Wir wissen es nicht- doch gibt es neue Vermutungen, die den Blick aus den nebeligen Gefilden Englands auf die hektische Betriebsamkeit unserer Hauptstadt richten lässt. Zwischen dem dampfenden Locks im Hauptbahnhof und der gen Osten blickenden Quadriga auf dem Brandenburger Tor liegt ein uns allzu bekannter Ort des politischen Diskurses: Der Reichstag.

Dem die Tagesschau aufmerksam verfolgenden Bürger sind sicher die reichbeflaggten Türme dieses glasbekuppelten Schlosses aufgefallen. Weniger bekannt- und hier kommt Mrs. Rowling ins Spiel- ist die Art der Nutzung dieser vier Türme. Unter einer jeden Turmspitze tagt eine der politischen Fraktionen unserer Republik.

Ist die Phantasie J.K. Rowling's bei einem Berlinbesuch dieses magischen Ortes beflügelt worden? Liegt unter den Tischen der Abgordneten des Parlaments der sehnlich erwartete siebte Teil? Und welche Partei hat die Rolle der hinterhältigen Slytherins im Kerker-Common Room des Reichstages inne und heckt fortlaufend sinistre Pläne gegen den Headmaster aus?

K.P. & B.B.

Schwarz/Weiß - Kriterien des Glücks

Was wäre unsere Welt ohne Gegensätze? Keine Münze, die nicht zwei Seiten hat, kein Muskel im Körper, der nicht einen Antagonisten hat, kein Gut ohne Böse und vor allem kein Glück ohne... Ja, was ist eigentlich das Gegenteil von Glück?
Um das herauszufinden, benötigt man wohl eine Definition, welcher Art auch immer, von Glück. Ich meine hier das Glück, das du empfindest, wenn du eine schlechte Nacht hattest und dir am Morgen ein zarter Sonnenstrahl warm über das Gesicht streichelt, das Glück, das du empfindest, wenn du ein Gespräch mit jemandem führst, der genau weiß, was du meinst und deine Gedanken und Empfindungen teilt, das Glück, das du empfindest, wenn du jemanden kennenlernst und dieses neugierige Kribbeln verspürst, das Glück, das du empfindest, wenn du ein Lied hörst, das die Kraft hat dich plötzlich in eine gute Laune zu versetzen, das Glück, das dir das Gefühl gibt, das auf Regen eben doch immer Sonne folgt.
Dieses Glück nehmen wir erst dadurch war, dass wir es nicht permanent ist. Und wenn wir in einer Phase sind, in der es uns insgesamt sehr gut geht, vergessen wir verblüffend schnell, wie wertvoll es ist, dieses Gefühl von Glück. Erst wenn wir es verloren glauben, beginnen wir uns daran zu erinnern, wann wir das Glück hatten glücklich zu sein. Erst dann merken wir, dass man es nicht erzwingen kann, dass es dann kommt, wenn wir es gar nicht erwarten, wenn wir es uns nicht erklären können.
Was ist dann also das Gegenteil von Glück? Ist es die reine Abwesenheit von Glück? Da Glück ein Gefühl ist, sind wir geneigt zu behaupten, dass auch das Gegenteil von Glück ein Gefühl sein muss. Wie kommt es dann, dass wir sowohl den Zustand des Glücks wie auch den Zustand des Nicht-Glücks so schnell nicht mehr spüren?
Es ist unser Kopf. Das Rationale in uns. Es ist unglaublich wie sehr wir unsere Gefühle durch unser Denken beeinflussen können.
Der Mensch ist ein Vernunft begabtes Wesen und die Vernunft verlangt nach einer logischen Erklärung. Ich werde auch für Dinge, die mir an sich positiv erscheinen noch negative Argumente finden können, wenn ich das will. Was nun tatsächlich positiv oder negativ, wahr oder falsch ist, ist eine Frage, die man eigentlich nicht beantworten kann. Die Wahrheit hängt immer davon ab, was ich möchte, und was mir persönlich gerade nützlich erscheint, wahr zu sein. Solange meine Hypothese in meinem logischen Gefüge einen Platz findet, solange es wenigstens teilweise mit Tatsachen korrespondiert(, die nicht nur ich sehe)...
Wir sind uns darüber einig, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, und dennoch wird ein Kind die Aussage, dass es keinen gibt, für falsch halten. Für das Kind ist es logisch. Da klingelt jemand an der Haustür, da liegen Geschenke unterm Weihnachtsbaum, die ja bekanntlich der Weihnachtsmann bringt, da fährt vielleicht sogar ein weißbärtiger Mann mit einem Schlitten durch den Schnee und man hört Glöckchen leuten. Warum soll es also nicht wahr sein? Überprüfen können wir es nicht.
Wenn ich also nicht glücklich sein will, aus welchem Grund auch immer, dann reicht es, dass ich mir etwas Negatives vor Augen führe, mir an meiner Situation etwas herauspicke, das mir nicht gefällt, das ich praktischerweise auch gerade nicht ändern kann, und schon sehe ich mein Glück nicht mehr. Ich kann zwar so richtiges Glück nicht erzwingen, aber ich bin durchaus in der Lage eine Grundlage, eine Grundeinstellung zu schaffen, die mir das eigene Glück nicht verbaut.

Nun gilt es nur noch herauszufinden, was ich bereit bin anzunehmen, zu akzeptieren, zu tolerieren, um mir nicht selbst im Weg zu stehen

Montag

Der Weg

"Ich kann nicht mehr sehn
Trau nicht mehr meinen Augen
Kann kaum noch glauben
Gefühle haben sich gedreht
Ich bin viel zu träge um aufzugeben
Es wäre auch zu früh

Weil immer was geht

Wir waren verschworen
Wären füreinander gestorben
Haben den Regen gebogen
Uns Vertrauen geliehen
Wir haben versucht,
auf der Schussfahrt zu wenden
Nichts war zu spät
Aber vieles zu früh

Wir haben uns geschoben
Durch alle Gezeiten
Wir haben uns verzettelt
Uns verzweifelt geliebt
Wir haben die Wahrheit so gut es ging verlogen
Es war ein Stück vom Himmel
Dass es dich gibt

Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet
Hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt
Nordisch nobel deine sanftmütige Güte
Dein unbändiger Stolz
Das Leben ist nicht fair

Den Film getanzt in einem silbernen Raum
Vom goldnen Balkon die Unendlichkeit bestaunt
Heillos versunken, trunken
Alles war erlaubt
Zusammen im Zeitraffer
Mittsommernachts-Traum

Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet
Hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt
Nordisch nobel deine sanftmütige Güte
Dein unbändiger Stolz
Das Leben ist nicht fair

Dein sicherer Gang
Deine wahren Gedichte
Deine heitere Würde
Dein unerschütterliches Geschick
Du hast der Fügung deine Stirn geboten
Hast ihn nie verraten
Deinen Plan vom Glück
Deinen Plan vom Glück

Ich geh hier nicht weg
Hab meine Frist verlängert
Neue Zeitreise
Offene Welt
Habe dich sicher in meiner Seele
Ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt
Ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt"

Herbert Grönemeyer

In Gedenken an einen Abschnitt des Wegs meines Lebens

Sonntag

Was ist eigentlich Ostern?

Tradition, Familienfest, Eiersuche...

Ich wünsche allen fröhliche Ostern und eine schöne Zeit mit ihren Lieben!
Ich hoffe ihr könnt die Zeit gemeinsam verbringen und genießt es, alle zusammen sein zu dürfen, ob es nun so ist, weil es immer schon so war, ob es so ist, weil ihr als Christen gemeinsam in die Kirche geht, ob es so ist, weil ihr gerne im Garten nach Eiern sucht, die man Wochen später noch findet, oder ob es so ist, weil ihr an diesem besonderen tag etwas besonderes tun wollt.
Genießt es!

Freitag

A Brighter Beat

Malcolm Middleton

Ungewollt

Das kennen sicher alle... Man steckt im Abitur, man überlegt, was soll ich nun aus mir machen. Was will ich werden, was wünsche ich mir für meine Zukunft? Un wenn man nach viel Hin und Her endlich gefunden hat, wonach man gesucht hat, bewirbt man sich. Man freut sich riiiesig, man hat endlich etwas, auf das man hoffen kann, ein Ziel.
Dann die ernüchternde Nachricht: "Versuchen Sie es doch nächstes Jahr noch einmal"
Und nun? Stehst du da, planlos, alles, was du dir ausgemalt hast ist mit einem Schreiben verpufft und nicht zu ändern...
Meine Devise: Die Hoffnung nicht aufgeben, realistisch bleiben und dann eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Das ist das schöne am Leben, man hat immer Alternativen.